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Dienstag, 29. Oktober 2013

Gedenkveranstaltung für jüdische Opfer.

Am Synagogengedenkstein in der Ludwigstraße findet am 8. November um 11.30 Uhr die Gedenkfeier für die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus statt. Da der 9. November in diesem Jahr auf einen Samstag, den Sabbat und somit auf einen jüdischen Feiertag fällt, wird die Gedenkfeier vorverlegt. Stadtrat Michael Frost wird in seiner Gedenkrede an Dr. Leo Kiefer erinnern, der den Anstoß für den Synagogengedenkstein gab. Die Ereignisse am und um den 9. November 1938 markierten in mehrfacher Sicht einen Wendepunkt – nicht nur in der Geschichte des nationalsozialistischen Deutschland. Beim Novemberpogrom - als „Reichskristallnacht“ im Umgangston verharmlost – wurden in einer einzigen Nacht die Errungenschaften der Aufklärung, der Emanzipation, der Gedanke des Rechtsstaats und die Idee von der Freiheit des Individuums zunichte gemacht. Mit der Zerstörung der Synagogen hatte das NS-Regime eindeutig demonstriert, dass es auch auf den Schein rechtsstaatlicher Tradition keinen Wert mehr legte. In der Nacht vom 9. auf den 10. November wurden 91 Juden ermordet und etwa 30.000 verhaftet. 280 Synagogen wurden in Deutschland niedergebrannt. Der 9. November 1938 war der Auftakt für die systematische Vernichtung der jüdischen Bevölkerung.

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