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Mittwoch, 24. Februar 2016

Stadtrat Hoffmann blickt zurück auf das vergangene Jahr

Der Jahrespressebericht 2015 ist heute durch den Dezernenten der Feuerwehr Bremerhaven, Stadtrat Jörn Hoffmann, vorgestellt worden. Hoffmann blickte zurück auf das vergangene Jahr und gab einen kurzen Ausblick auf 2016.


 Bild Antje Schimanke
Der Dezernent der Feuerwehr Bremerhaven Jörn Hoffmann und der Leiter der Feuerwehr Jens Cordes, nach der Jahrespressekonferenz vor Fahrzeugen der Feuerwehr Bremerhaven (v.l.n.r).

2015 wurden die Einsatzkräfte der Feuerwehr Bremerhaven zu 22.890 Einsätzen alarmiert, rechnerisch war die Feuerwehr damit alle 22 Minuten im Einsatz. Im Vergleich zum Jahr 2014 sind die Einsätze um rund 4,5 Prozent angestiegen. Die 656 Brandeinsätze und 1.149 Hilfeleistungseinsätze sind auf ähnlich hohem Niveau wie im Vorjahr, bei den Brandeinsätzen wurde eine leichte Steigerung verzeichnet (Vorjahr 625).

Die Einsatzzahlen im Rettungsdienst sind weiter angestiegen. Zu 17.091 Notfalleinsätzen und 3.801 Krankentransporten rückten die Einsatzkräfte im vergangenen Jahr aus. Bei den 17.091 Notfalleinsätzen wurde das Notarzteinsatzfahrzeug 4.711 Mal zusätzlich zum Rettungswagen alarmiert. Im Vergleich zum Jahr 2005 (10-Jahres-Vergleich) bedeuten diese 17.091 Notfalleinsätze einen Anstieg von 44 Prozent oder „zusätzlich“ 18 Einsätze jeden Tag. Aufgrund dieser Einsatzentwicklung im Rettungsdienst wird sich die Feuerwehr zukünftig noch stärker auf ihre Hauptaufgabe im Rettungsdienst - die Notfallrettung - fokussieren. Es wird daher derzeit geprüft, den Krankentransport an private Dienstleister abzugeben.

264 Mitarbeiter sind bei der Feuerwehr Bremerhaven beschäftigt. Aktuell 59 Prozent dieser Stellen (155) werden über Dritte finanziert. Refinanziert werden diese Stellen u. a. über den Wirtschaftsbetrieb Rettungsdienst mit der Bremerhavener Feuerwehrakademie für Rettungsdienst und der Integrierten Regionalleitstelle Unterweser-Elbe sowie über den Vertrag zur Sicherstellung des Brandschutzes und des Rettungsdienstes im stadtbremischen Überseehafengebiet. Stadtrat Hoffmann hob nochmals hervor, dass diese Refinanzierungen den städtischen Haushalt erheblich entlasten. „Personal, Fahrzeuge und die Feuerwachen kosten dadurch jeden einzelnen Bremerhavener Einwohner nur 13 Cent pro Tag“, rechnete Stadtrat Hoffmann auf Basis eines Zuschussbedarfes von 5,427 Mio. € und 118.258 Einwohnern in der Stadtgemeinde vor.

Moderne und einsatzbereite Fahrzeuge und Geräte sind - neben dem einsatzbereiten Personal - die wichtigste Voraussetzung für den erfolgreichen Einsatz. Viele der vorgehaltenen 66 Fahrzeuge und Abrollbehälter sind aufgrund fehlender Investitionsmittel in den Vorjahren veraltet und müssen dringend neu beschafft werden. Stadtrat Hoffmann betont: „Die Feuerwehr muss mit einsatzfähigem und modernem Gerät ausgestattet werden, damit im Einsatzfall die Sicherheit der Bevölkerung gewährleistet wird.

Für 2016 muss der Prozess zur Bildung einer gemeinsamen Integrierten Regionalleitstelle Unterweser-Elbe mit der Schaffung eines gemeinsamen Personalkörpers abgeschlossen werden. „Die entsprechenden Grundlagen wurden nunmehr mit den Landkreisen gemeinsam erarbeitet, die letzten Details werden sicherlich in den nächsten Wochen geklärt werden“, beschrieb Stadtrat Hoffmann den gegenwärtigen Sachstand zur Abstimmung eines neuen Vertragswerkes mit den Landkreisen.

Der Leiter der Feuerwehr, Jens Cordes, blickte noch einmal auf den spektakulärsten Einsatz im vergangenen Jahr zurück. Am 14. Mai stürzte ein Teil einer Containerbrücke bei Ladearbeiten in eine Luke des Containerschiffes der MS Karachi. Dabei starb auf tragische Weise der Kranführer. Am 22. Mai kam es bei Bergungsarbeiten zu einem Feuer in der Luke des Schiffes. „Dieser Einsatz in Verbindung mit der über mehrere Wochen lang andauernden Sicherheitswache hat den Einsatzkräften einiges abverlangt, zeigte aber auch den hohen Einsatzwert der Bremerhavener Feuerwehr“, so Cordes.
Quelle:Feuerwehr Bremerhaven



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